Herzlich Willkommen

zu 150 Jahren ERHARD

Mit dieser Seite möchten wir Sie einerseits in unsere traditionsreiche Geschichte entführen und diese für Sie erlebbar machen, andererseits Sie aber natürlich auch mit ins Hier und Jetzt nehmen und Sie vom Unternehmen ERHARD, seinen Mitarbeitern und Werten begeistern.  Während des gesamten Jahres, werden wir Sie über die verschiedenen Aktionen in unserem Jubiläumsjahr auf dem Laufenden halten – Sie können gespannt sein!

Ein typisches schwäbisches Familienunternehmen entsteht

„Johann Erhardt Messerschmied zeigte an, daß er sein Geschäft begonnen habe.“

– mit einer unscheinbaren Notiz in den Heidenheimer Geschäftsanzeigen beginnt am 28. August 1871 eine 150jährige Erfolgsgeschichte.

Nach seinen Wanderjahren kehrt der junge Handwerksmeister (der sich in dieser Zeit noch gelegentlich mit „dt“ schreibt) in seine Heimatstadt zurück. Hier startet er ein eigenes Unternehmen – noch ganz bescheiden in der Werkstatt des Vaters.

Zunächst fertigt Erhard aus Metallabfällen kleine Messer und Klingen. Sparsamkeit und Fleiß sind die wichtigsten Tugenden für ihn und seine Frau Christiane. Auf die Frage, wo das junge Paar seine Flitterwochen nach der Hochzeit 1875 verbracht habe, soll Christiane Erhard geantwortet haben: „Hochzeitsreise? Am Tag noch dr Hochzeit han i meim Mann helfa schmieda.“

Der Firmengründer blickt unterdessen auch über den Horizont der Werkstatt hinaus. Mitten in der Gründerzeit ist die Industrialisierung in Deutschland in vollem Gange, vielerorts werden Wasserwerke und Wasserleitungen gebaut. Erhard erkennt hier einen Wachstumsmarkt: Aus dem Messerschmied wird ein Hahnen- und Armaturenhersteller.

Meilensteine


Johannes Erhard, um 1900.

1871

Nach seinen Wanderjahren macht sich der 26jährige Messinggießer Johannes Erhard in seiner Heimatstadt Heidenheim selbstständig. Seine Werkstatt am Wedelgraben fertigt allerlei Waren aus Metall und Messing, die Erhard selbst in einen Rucksack packt und in den umliegenden Orten anpreist.


Moderner Gasmotor, wie er um 1900 auch bei ERHARD zum Einsatz kommt.

1895

Das ERHARD’sche Geschäftsmodell nimmt Form an: In ganz Württemberg entstehen Wasserwerke und Wasserleitungen – also werden auch Armaturen und Hähne gebraucht. Das Unternehmen hat bereits über 20 Mitarbeiter, Johannes Erhard baut es aus und schafft neue Gerätschaften an, wie etwa einen 2 PS-starken Gasmotor.


Der „erste“ ERHARD-Standort vor der Meeboldstraße, die Werkstatt am Wedelgraben, bleibt auch nach 1913 bestehen.

1913

Johannes Erhard und seine Frau Christiane haben keine Kinder. Sie nehmen Christianes Neffen Josef Waldenmaier auf, der 1904 das Unternehmen übernimmt. Mit ihm wandelt sich ERHARD vom Handwerks- zum Industrieunternehmen. 1913 entsteht der Standort an der Meeboldstraße.


Josef Waldenmaier (zweiter von links) unter Mitarbeitern, ca. 1910.

1920ER

ERHARD hat mittlerweile über 400 Mitarbeiter und in der Fertigung kann es ganz schön unübersichtlich werden. Doch Josef Waldenmaier verschreibt sich weiterhin der ruhigen und bescheidenen Art des Firmengründers und ist nah an den Mitarbeitern. Sie sagen über ihn: „Er schwätzt wie mir, er vespert wie mir, er schimpft wie mir“


Einblicke in die Produktion, 1930er.

1934

Josef Waldenmaiers Sohn Erhard übernimmt nach dem Tod des Vaters das Unternehmen. Es ist ein schweres Erbe: ERHARD ist stark von der Weltwirtschaftskrise der vergangenen Jahre gezeichnet, in Deutschland sind nun die Nationalsozialisten an der Macht. ERHARD wird in das System von Zwangsarbeitern und Rüstungsproduktion eingegliedert.


Sinnbild für die Internationalität: Verladung von ERHARD-Armaturen mit eigenem LKW an einem Flughafen, 1950er.

1945

Das Ende des Zweiten Weltkriegs ist ein schwerer Neustart für ERHARD. Mittlerweile ist das Unternehmen bereits in der 3. Generation unter Heinz Waldenmeier. Die Umstellung von Kriegs- auf Friedensproduktion ist bereits in vollem Gange. Gleichzeitig will das Unternehmen wieder an internationale Beziehungen vor der NS-Zeit anknüpfen. Doch der Umschwung gelingt: ERHARD exportiert seine Armaturen bald wieder in die ganze Welt und hat sogar exklusive Lieferverträge mit der UdSSR.


Am oberen linken Bildrand kann man es erahnen: das Oettinger Werk hinter dem Schwimmbad.

1960

Die Gießer in Badehose – 1960 beginnt der Bau des neuen Werks in Oettingen, ausgestattet mit einer neuen Gießerei und einer vollautomatischen Maschinenstraße. Neben dem Fabrikgelände baut ERHARD zudem ein neues Schwimmbad, das allen Einwohnern Oettingens zur Verfügung steht.


ERHARD-Reitgruppe, 1968.

1968

Neben dem Ausbau von Produktionsstätten und Standorten beteiligt sich ERHARD auch an der Freizeitgestaltung seiner Mitarbeiter. Es gibt verschiedene Sportgruppen, einen Aikido-Kurs und sogar eine Erhard-Reitgruppe.


Einblick in die Versuchsanstalt, 1976.

1978

Mit dem Tod von Heinz Waldenmaier steht der nächste Generationenwechsel an: Ingrid Waldenmaier übernimmt. Parallel kämpft das Unternehmen in den nächsten Jahren mit einer schwankenden Konjunktur. Das hindert ERHARD aber nicht daran, für die Kunden immer neue Spezialanfertigungen in der eigenen Versuchsanstalt auszutüfteln.


Trotz eines sich verändernden Markts produziert ERHARD weiter Spezialanfertigungen – wie etwa hier für eine Schleuse auf Zypern, ca. 1990.

1989

Nach Öffnung des Ostblocks steigt die internationale Konkurrenz, Absatzmärkte brechen weg. Gleichzeitig ist die gesamte Branche im Umbruch. Ende 1998 bildet sich unter der Mannesmann AG ein neues Konglomerat der größten Hersteller der Armaturenbranche, die Deutsche Armaturen AG – darunter auch ERHARD.


Montagelinie für Absperrklappen.

2001

Die Deutsche Armaturen AG und so auch ERHARD kommen zu TYCO Waterworks EMEA. ERHARD baut sein Werk in Heidenheim mit einer modernen Fertigungshalle aus.


ERHARD-Technik in der Türkei, Staudamm bei Anamur, 2007.

2007

ERHARD erhält mit dem Wasserversorgungsprojekt in Ankara seinen zweitgrößten Auftrag der Firmengeschichte.


ERHARD Messestand bei der IFAT 2008.

2008

Das „Hausieren“ aus den Anfangszeiten Johannes Erhards ist zwar längst vorbei. Der direkte Austausch mit Partnern und Kunden ist für ERHARD aber immer noch genauso wichtig, das Unternehmen ist auf zahlreichen Messen präsent.


Einen gewissen Handwerkscharakter gibt es immer noch bei ERHARD, nur die Maschinen haben sich gewandelt.

2010

Gründung von TALIS in Heidenheim unter Eingliederung von ERHARD: Das neue Unternehmen orientiert sich auch an den Werten, die bei ERHARD schon seit über 100 Jahren gelebt werden. Das ERHARD-Team produziert weiterhin hochwertige Armaturen und exportiert sie in die weite Welt.


Ob zu Zeiten Waldenmaiers oder heute mit TALIS – ERHARD bleibt ein starkes Team.

2021

ERHARD feiert sein 150jähriges Jubiläum. Was mit einer kleinen Werkstatt am Wedelgraben begann, hat sich zu einem international agierenden Unternehmen mit 200 Mitarbeitern entwickelt. ERHARD hat viele Höhen und Tiefen erlebt – die Konstante in dieser Geschichte sind aber vor allem die Mitarbeiter, auf die das Unternehmen zu jeder Zeit zählen kann.

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